Gutachter prüfen Brückenabriss am Breitenbachplatz – Bürger dürfen mitreden

Der Tagesspiegel (Cay Dobberke) schreibt in seinem Newsletter „LEUTE | Charlottenburg-Wilmersdorf“ vom 2.10.2020:

Gutachter prüfen Brückenabriss am Breitenbachplatz – Bürger dürfen mitreden. Die Brücke der Stadtautobahn, die den Breitenbachplatz an der Grenze verschandelt und zerteilt, soll weg – darin sind sich die meisten Landes- und Bezirkspolitiker längst einig. Doch die Machbarkeitsstudie  verzögerte sich (Tagesspiegel). Ursprünglich hatte das Berliner Abgeordnetenhaus die Senatsverkehrsverwaltung aufgefordert (Tagesspiegel), erste Ergebnisse im Mai dieses Jahres zu präsentieren. Später kündigte die Verwaltung an, sie wolle die Studie „vor den nächsten Berliner Wahlen“ im Herbst 2021 vorlegen. Inzwischen wurde ein „interdisziplinäres Bearbeitungsteam“ aus Verkehrsexperten, Stadtplanern und Bauingenieuren beauftragt.

Wie die Bürger einbezogen werden sollen, zeigt ein soeben auf der Webseite der Verkehrsverwaltung veröffentlichtes Beteiligungskonzept (berlin.de, PDF). Da der Breitenbachplatz an der Grenze zwischen Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf liegt, sollen Anwohner aus beiden Bezirken bei den Untersuchungen und Planungen mitwirken.

Termine dafür gibt es noch nicht. Absehbar ist nun aber, dass es zum Auftakt einen „Stadtspaziergang“ geben wird. Damit die „für das Format maximale Teilnehmerzahl von bis zu 50 Personen“ nicht überschritten wird, soll dazu aber nicht öffentlich eingeladen werden. Vielmehr wollen die Gutachter „auf das bereits vorhandene breite Netzwerk der Bürgerinitiative Breitenbachplatz zurückgreifen“, um geeignete Personen für den Rundgang zu finden.

In drei Workshops soll sich eine Gruppe aus bis zu 80 Leuten mit dem möglichen Rückbau der Brücke und einer Neugestaltung des Platzes beschäftigen. „Mindestens die Hälfte des Teilnehmerkreises besteht aus Bürger*innen, die nach dem Zufallsprinzip und nach Repräsentationskriterien aus dem Einwohnerregister ausgewählt werden“, heißt es. Hinzu kämen Vertreter diverser Institutionen  – darunter die Verkehrs- und die Stadtentwicklungsverwaltung, die Bezirke, die BVG, die Industrie- und Handelskammer, der ADFC, der ADAC und die Initiative „Changing Cities“.

Die „Zwischen- und Endergebnisse“ würden auch in zwei öffentlichen Versammlungen vorgestellt und diskutiert, versprechen die Planer.

Siehe auch unseren Artikel „Machbarkeitsstudie – Es geht los!“ zum gleichen Thema.