Machen wir den Platz wieder zum Platz!

Verkehrszählung 2009

Über 20.000 Autos passieren täglich den Breitenbachplatz, weitere 33.000 brausen über ihn hinweg.

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Wahl 2016: Was sagen die

Parteien zum Breitenbachplatz?

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Der Breitenbachplatz war einmal ein Anziehungspunkt im Südwesten Berlins. Zur Zeit der Fliederblüte kamen Besucher von nah und fern, andere kamen - und kommen nach wie vor - wegen der Geschäfte und der gastronomischen Angebote. Doch der Platz hat sich verändert – nicht nur zu seinem Vorteil. Er wurde verändert – aber niemand ist mit dem derzeitigen Zustand zufrieden. Der Platz wird kaum als Platz genutzt, sondern ist nicht mehr als eine große Verkehrsinsel. Außer einem gelegentlichen Kinderflohmarkt gibt es dort keine Events. Das liegt nicht nur an der verunglückten Neugestaltung der letzten Jahre sondern auch daran, dass er nur von der Schildhornstraße gefahrlos erreichbar ist. Und dass die Betonmassen des Autobahnzubringers dem Platz jeden Charme rauben.

Muss das so bleiben? Nein, sagen immer mehr Anwohner des Platzes und seiner Umgebung. Und so ist eine Bürgerinitiative entstanden, in der bereits rund 40 Bürger mitwirken. Sie hat Nahziele aber auch Visionen für die weitere Zukunft. Der erste Schritt wäre leicht zu realisieren, wenn die Politik nur will: Rund um den Platz und an der gesamten Schildhornstraße Tempo 30 anzuordnen. Dann kann man es auch vertreten, wenn Zugänge von den Seiten geöffnet werden. So würde der Platz zum Mittelpunkt und nicht nur zum Anhängsel eines U-Bahn-Zugangs. Wir können uns vorstellen, dass die Gastronomen am Platz im Sommer auch Tische und Stühle auf dem Platz aufstellen.

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Der nächste Schritt: Eine Korrektur der letzten, 2011 abgeschlossenen Veränderungen. Der Spielplatz gehört an eine ruhigere Stelle. Statt Flächen mit Strauchwerk unzugänglich zu machen, könnte hier zum Beispiel wieder Flieder angepflanzt werden. Es gibt die Idee, einen Boule-Platz anzulegen und damit mediterranes Flair zu schaffen. Und es gibt den Wunsch, einen Wochenmarkt abzuhalten. Zum Beispiel einen Markt mit regionalen Produkten. 

Unser Fernziel ist, dass die hässliche Autobahnbrücke abgerissen wird. Die Politik zeigt sich dafür sogar aufgeschlossen. Aber so lange dies nicht realistisch ist, könnte man den Beton begrünen, um ihm ein wenig von seiner Hässlichkeit zu nehmen. 

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Am 26. August 1913 wurde der Platz nach Paul Justin Breitenbach, dem Reichsbahnchef, benannt, und am gleichen Tag wurde der U-Bahnhof Breitenbachplatz samt der Strecke bis zum Thielplatz eröffnet.  


© Ulrich Rosenbaum 2001-2016