Was sagen die Parteien zum Breitenbachplatz? Eine Synopse

CDU, FDP, Grüne und SPD haben sich zum Thema Zukunft des Breitenbachplatzes in ihren Bezirkswahlprogrammen geäußert. Von den Piraten liegt kein solches Programm vor. Die äußerst knappe Wahlaussage der AfD für den Bezirk enthält nur einen Satz, der die Grundhaltung zu Verkehrsfragen kennzeichnet: "Wir wollen eine genaue Prüfung, wo Verkehrsbeschränkungen wie Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen wirklich der Verkehrssicherheit dienen oder nur Auswuchs autofeindlicher Koalitionskungeleien sind."


Verkehrslenkung


CDU: Keine direkte Aussage zum Verkehr im Bereich Breitenbachplatz/Schildhornstraße. Grundsätzlich: „Die Gewährleistung eines zügigen Verkehrsflusses zu jeder Tageszeit ist ein Beitrag zum Umweltschutz.“ Die Verkehrslenkung soll Kompetenzen an die Bezirke abgeben.

FDP: Verkehr über die Schildhornstraße unattraktiv machen, damit er möglichst über die A 100 und das Schöneberger Kreuz fließt. 

Grüne: Machbarkeitsstudie, vor allem zu der Frage, wie der Durchgangsverkehr reduziert und alternativ ohne Probleme für andere AnwohnerInnen geführt werden kann.

SPD: Umfassendes Verkehrskonzept rund um die Schloßstraße, zwischen der A 103 und dem Breitenbachplatz, sowie dem Walther-Schreiber-Platz und dem Botanischen Garten im Dialog mit den Bürgern.


Aufenthaltsqualität


CDU: Den ursprünglich urbanen Charakter des Breitenbachplatzes wieder herstellen.  

FDP: Auf dem Breitenbachplatz ein Modell des Urban Gardening unter Beteiligung der Bevölkerung realisieren.

Grüne: Begrünung der Brücke, Tempo 30 und bessere Möglichkeiten der Überquerung. „Wir wollen den Platz für die Menschen zurückgewinnen.“

SPD: Offen für die Wünsche der Anwohner für mehr Lebensqualität durch verkehrliche und gestalterische Maßnahmen auf dem Breitenbachplatz.


Zukunft der Brücke


CDU: Abriss langfristig (bei nächster anstehender Sanierung)

FDP: Abriss baldmöglichst.

Grüne: In der nächsten Wahlperiode Grundlagen für einen Abriss der Brücke schaffen.

SPD: Keine Aussage im Wahlprogramm, aber frühere Zusage von Verkehrs-Staatssekretär Gaebler, bei anstehender Sanierung einen Abriss ins Auge zu fassen.

 


© Ulrich Rosenbaum 2001-2017