Breitenbachplatz im (gastronomischen) Wandel

In kurzer Zeit hat sich das gastronomische Gesicht des Breitenbachplatzes geändert. Der "Gattopardo", zu Zeiten der geteilten Stadt unter den Top 10 der Italo-Restaurants Berlns und beliebter Treffpunkt der wissenschaftlichen Elite der FU und der Politik, hat nach bald 40 Jahren dicht gemacht (Herr Azzalini hat natürlich den Ruhestand verdient, aber es soll sich angesicht hoher Mieter auch nicht mehr gerechnet haben), dort soll eine Tapas-Bar entstehen. Wo der Schlecker war, ist eine Tagesbar. Wo früher einmal die Eierschale war, ist nach mehreren Inhaberwechseln nun eine Tomasa-Filiale. Alles ist vor allem auf den schnellen Mittags-Snack ausgelegt. Bleiben noch das Santa-Café (wo früher auch mal der Italiener San Giorgio war) und als letzter Italiener mit dem vollen Genuss-Programm das jüngst aufgehübschte "Piazza Michelangelo". Insgesamt ist das gastronomische Angebot also recht breit geworden. Vergessen wir nicht den Kiosk am U-Bahn-Eingang, die Weinbar (mit Snacks) und Thürmann mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen. 

Und noch etwas: „Ortho-Wissmann" ist leergeräumt. Die Medien berichten von einem Abrechnungsskandal. Mit Hilfe von Ärzten aus Schöneweide, nicht vom Breitenbachplatz.

© Ulrich Rosenbaum 2001-2017