Aktuell

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Ein Heurigen-Lokal und ein Bankautomat

Eine gute Nachricht: In zwei seit Monaten leeren Ladengeschäften ist neues Leben eingezogen:


- In der ehemaligen Weinstube Breitenbachplatz 12 neben dem Santa-Café eröffnet an diesem Wochenende das österreichische Heurigen-Lokal „Nussbaumerin“. Es handelt sich um einen Ableger des Restaurants „Nussbaumerin“ in der Leibnizstraße, das zuletzt vom Guide Michelin mit dem „Bip Gourmand“, der Vorstufe für einen Stern ausgezeichnet wurde. Es soll neben österreichischem Wein „Schmankerln“ vom Tafelspitz bis zum Kaiserschmarr`n geben.


- Direkt daneben hat die Berliner Sparkasse ein SB-Center eingerichtet. Damit steht jetzt erstmals wieder ein Geldautomat rund um die Uhr zur Verfügung, denn der Postbank-Automat an der Kreuznacher Straße ist nur während der Öffnungszeiten des Postbank-Centers zugänglich.



BVV will Radstreifen und Zebrastreifen

 Nachdem das Abgeordnetenhaus, wie berichtet, direkt vor der Sommerpause den Abriss der Brücke und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität inklusive Tempo 30 beschlossen und die Bürgerbeteiligung bei der Machbarkeitsstudie festgeschrieben hat, bereiten wir uns als Bürgerinitiative darauf vor, die Anwohnerinteressen einzubringen. Mehr demnächst. Erfreulich ist jedenfalls, dass die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf direkt vor den Sommerferien zwei unserer seit Jahren vorgetragenen Forderungen übernommen hat, nämlich


- die Reduzierung des Autoverkehrs um den Platz auf eine Fahrspur, damit - analog zum Südwestkorso und der Englerallee - die rechte Spur den Radfahrern vorbehalten sein kann. Gefordert wird vom Land auch die Rückverlegung der Bushaltestelle Schorlemerallee auf Höhe des südlichen U-Bahn-Ausgangs. Dokument.  


- die EInrichtung eines Zebrastreifens zur sicheren Überquerung auf Höhe des Medizinischen Versorgungszentrums Orthopädie am südlichen U-Bahn-Ausgangs. Dokument.

Abgeordnetenhaus will Rückbau der Breitenbachplatzbrücke

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 6. Juni ohne Aussprache über die Konsensliste Maßnahmen mit dem Ziel beschlossen, die Brücke über den Breitenbachplatz abzureißen. Dazu erklärt die Initiative Breitenbachplatz: 


Die Initiative Breitenbachplatz sieht in dem heutigen Beschluss des Abgeordnetenhauses über die Konsensliste, Maßnahmen mit dem Ziel des Rückbaus der Breitenbachplatzbrücke einzuleiten, einen Meilenstein in ihrem seit acht Jahre währenden Bemühen, die Aufenthaltsqualität auf einem einst der schönsten Plätze wiederherzustellen. Sie dankt der CDU, dass sie den parlamentarischen Vorgang eingeleitet hat, und den Koalitionsfraktionen für die konstruktive Behandlung im Plenum und den Ausschüssen. 


Wichtig ist, dass ausdrücklich ein breiter Beteiligungsprozess festgeschrieben ist, in den sich die Bürgerinitiative an vorderster Stelle einbringen wird. Der Beschluss enthält auch die von der Initiative vorgeschlagene Bebauung der durch den Rückbau der breiten Schneise für die einst geplante Stadtautobahn Richtung Lankwitz frei werdenden Fläche mit Wohnbauten. Die Initiative schlägt vor, die Grundstücke vorrangig den bereits im Umfeld tätigen Wohnungsbaugenossenschaften zu überlassen. Auch der Vorschlag, dort Studentenwohnungen zu errichten, ist eine Überlegung wert.

Ideen für die Zukunft des Platzes

Beim Platzfest am 4. Mai 2019 haben Kinder und Erwachsene mit dem Malstift ihre Zukunftsideen aufgezeichnet. Eine Auswahl.

Abgeordnetenhaus: In spätestens fünf Jahren ist die Brücke weg!

Wir sind mit unseren Forderungen zur Zukunft des Breitenbachplatzes fast am Ziel, zugleich aber kommt neue Arbeit auf uns zu. Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses hat den Senat am 16. Mai 2019 aufgefordert, bis zum 31. Mai 2020 eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel des „Abriss, weitgehenden Rückbau und Umbau“ der Breitenbachplatzbrücke vorzulegen und dabei die Bürger zu beteiligen. Der Platz soll wiederhergestellt und unter anderem durch eine Tempo-30-Zone den Bürgern zurückgegeben werden. Dem Ausschuss lag ein Antrag der CDU-Fraktion vor, der durch einen Ersetzungsantrag der Koalitionsfraktionen erweitert wurde. In der Grundausrichtung waren sich alle Fraktionen außer der AfD einig.


Verkehrssenatorin Regine Günther und ihre Beamten erläuterten, dass der Zustand der Brücke inzwischen bei der Kategorie 2,9 angelangt sei, was bedeute, dass man sie innerhalb der nächsten fünf Jahre sowieso sanieren, neu bauen oder gleich abreißen müsse. Der Verkehr könne durchaus so geführt werden, dass keine Verdrängung in Wohnstraßen stattfinde. Der Grünen-Verkehrsexperte Harald Moritz nannte die jetzige Verkehrsführung überdimensioniert, was sich schon daran zeige, dass hier eine Stadtautobahn nahtlos in eine Tempo-30-Zone übergehe. 

Breitenbachplatzfest trotz kühler Temperaturen ein voller Erfolg



Genau 20 Jahre nach einem gescheiterten Versuch, auf dem Breitenbachplatz ein Nachbarschaftsfest zu veranstalten, landete die Initiative Breitenbachplatz mit ihrem neuen Anlauf am 4. Mai mehr als nur einen Achtungserfolg. Über hundert Anwohner und Freunde der Initiative kamen vorbei, um sich über den Stand der Bemühungen um eine Neuordnung der Verkehrssituation bei selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und Buletten zu informieren. Und das trotz kühler Temperaturen, die allerdings von so manchem Sonnenstrahl wett gemacht wurden. 


Die Initiative hatte das Datum auch gewählt, weil das Abgeordnetenhaus derzeit in den Ausschüssen über einen Rückbau der Brücke, ein neues Verkehrskonzept und eine verbesserte Aufenthaltsqualität berät. So nahmen sich denn auch Vertreter der Politik Zeit, um mit den Bürgern zu reden. Von der CDU war der stellvertretende Vorsitzende der Dahlemer CDU, Dr. Jean Angelov gekommen, von der FDP der Abgeordnete Thomas Seerig und von der SPD die Abgeordneten Andreas Kugler und Dr. Ina Czyborra, zugleich stellvertretende SPD-Landeschefin, und der Dahlemer SPD-Vorsitzende Burkhard Zimmermann. Die politischen Parteien, so das Fazit, zeigen beim Thema Breitenbachplatzbrücke seltene Harmonie, auch wenn es im Detail Nuancen gibt. 

April-Newsletter

Newsletter April 2019


Liebe Freundinnen und Freunde des Breitenbachplatzes,


geht man bei dem schönen Wetter dieser Tage über den Breitenbachplatz, lässt einen der Gedanke nicht los: Was könnte man aus diesem Platz alles machen! Wir bleiben dran, und das mit guter Aussicht auf Besserung. Denn es tut sich eine ganze Menge.


• Im Abgeordnetenhaus befassen sich die zuständigen Ausschüsse mit dem Antrag der CDU-Fraktion, den Rückbau der Breitenbachplatzbrücke anzustreben und die Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu verbessern. Die Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und Linke bauen diese Forderung mit ihrem eigenen Antrag weiter aus. Auf unserer Website breitenbachplatz.de finden Sie mehr dazu.


• Es gibt gute Aussichten, dass der „Fall Breitenbachplatz“ zum Modell für ein Programm „Rückbau der autogerechten Stadt“ wird. Bei der SPD Wilmersdorf-Süd fiel sogar der Begriff „Leuchtturmprojekt“, den wir genauso gerne vernehmen wie den tatsächlich schon begonnenen Rückbau im Bereich Molkenmarkt/Gertraudenstraße/Rotes Rathaus. Was dort recht ist, sollte für uns billig sein.

Website und Positionspapier der Bürgerinitiativen

Das Netzwerk der Bürger- und Platzinitiativen im „mittleren Südwesten“ Berlins, dem wir auch angehören, hat jetzt eine gemeinsame Internetpräsenz - und ein Positionspapier, das dort dokumentiert ist. 

URL: www.menschengerechte-stadt.de


Koalitionsfraktionen erweitern CDU-Antrag

Nachdem die CDU-Fraktion einen Antrag zum Rückbau der Breitenbachplatzbrücke in erster Lesung ins Abgeordnetenhaus eingebracht hat, steht nun die Beratung in den Ausschüssen an. Die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und Linken haben einen erweiterten Antrag vorbereitet, der beste Aussichten auf Verabschiedung hat:


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Neue  Stadtqualität  für  den  Breitenbachplatz


Stadtraum  für  Menschen  zurückgewinnen  –  Modellhafter  Umbau  u  der  „autogerechten Stadt“


Das  Abgeordnetenhaus  wolle  beschließen:


Der  Senat  wird  aufgefordert,  in  einer  Machbarkeitsstudie  zu  untersuchen  unter  welchen städtebaulichen,  verkehrlichen,  ökologischen  und  finanziellen  Rahmenbedingungen  die  Stilllegung der  Autobahnbrücke  und  die  Neugestaltung  des  Breitenbachplatz‘  möglich  ist.


Die  Machbarkeitsstudie  soll  begleitet  werden  von  einem  offenen  städtebaulichen  Wettbewerb,  der sich  an  Anwohner*innen,  Studierende  und  Planungsbüros  gleichermaßen  richtet  und  Teil  eines  breit angelegten  Beteiligungskonzeptes  als  Bestandteil  des  Umbauvorhabens  von  Anfang  an  ist.

Breitenbachplatz beschäftigt Abgeordnetenhaus

Das Thema Breitenbachplatz hat das Berliner Abgeordnetenhaus erreicht. Am 21. Februar 2019 beschloß eine breite Mehrheit, einem Antrag der CDU-Fraktion zu folgen und das Thema Brückenabriss und Machbarkeitsstudien in den Ausschüssen für Umwelt und Verkehr sowie für Stadtentwicklung zu behandeln.

Die Initiative Breitenbachplatz hat es auf Anfrage der Presse begrüßt, dass die CDU nun Druck macht, nachdem die Parteien der Senatskoalition bereits im Wahlkampf unumkehrbare Schritte für einen Rückbau der Brücke und eine Neugestaltung des Areals versprochen hatten. BI-Sprecher Ulrich Rosenbaum: "Die Bürgerinitiative schlägt vor, im nächsten Landeshaushalt einerseits Mittel für die Einleitung des Rückbaus vorzusehen und andererseits keine Mittel mehr für die Sanierung des Bauwerks einzuplanen. Über die weitere Gestaltung des Areals und die Verkehrsführung sollte ein Dialog mit den Bürgern eingeleitet werden. Die Initiative Breitenbachplatz steht dazu mit ihrer Erfahrung und dem Rückhalt von 180 Unterstützerinnen und Unterstützern bereit.“

B.Z. setzt sich für Brückenabriss ein

In einem doppelseitigen Bericht hat Berlins größte Boulevardzeitung in ihrer Ausgabe vom 18. Februar 2019 über das Thema Breitenbachplatz berichtet und eindeutig für einen Abriss Stellung bezogen. 

Link zur Onlineversion https://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/weg-mit-den-bausuenden-die-unser-schoenes-berlin-verschandeln

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Zebrastreifen am „Tor zu Dahlem“ gefordert

Die CDU hat in der Bezirksverordnentenversammlung die Einrichtung eines Zebrastreifens vor dem südlichen U-Bahn-Ausgang am Breitenbachplatz beantragt und sich damit eine seit langem bestehenden Forderung der Bürgerinitiative übernommen. Über die Konsensliste wurde der Antrag an die Ausschüsse überwiesen. 


Der Wortlaut:

"Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Stellen für eine Zebrastreifenmarkierung der Fahrbahnen an der Westseite des Breitenbachplatzes einzusetzen, um betagten und gehbeeinträchtigten Passanten die Überquerung der Straßen an dieser Stelle zu ermöglichen."


Die Begründung:

"Die das orthopädische Ärztehaus und die Augenarztpraxis aufsuchenden Bürger betagten Alters sind nicht in der Lage, bis zu den Ampeln zu laufen, um den Breitenbachplatz überqueren zu können. Eine Überquerungshilfe ist dringend geboten.


Link: ogy.de/zq3p



Breitenbachplatz im Abgeordnetenhaus

Die CDU hat nach dem Besuch des Breitenbachplatzes zusammen  mit Bezirksbürgermeisterin Richter-Kotowski schnell gehandelt und Antrag im Abgeordnetenhaus eingebracht (siehe Anhang). Er steht schon am 13. Dezember 2018 als Punkt 52 auf der Tagesordnung. Ob er dann tatsächlich behandelt wird, ob es eine Aussprache gibt oder ob er auf die nächste Sitzung verschoben wird, wird sich nach der Sitzung des Ältestenrats zeigen.


Update: Die CDU hat wegen der dicht gedrängten Tagesordnung der letzen Sitzung im Jahr 2018 selber eine Vertagung beantragt; die nächste Sitzung ist am 24. Januar 2019.


BVV Charlottenburg-Wilmersdorf für Abriss der Brücke

Die Autobahnbrücke, die den Breitenbachplatz optisch verschandelt, soll „perspektivisch“ abgerissen werden. Dafür hat sich nach der Steglitz-Zehlendorfer nun auch die Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksverordnetenversammlung einstimmig ausgesprochen. Der Beschluss geht auf einen Antrag der Grünen zurück. Das Bezirksamt wird gebeten, „sich bei den entsprechenden Stellen für die Erstellung einer Machbarkeits- und Verkehrsstudie einzusetzen“. Der BVV ist bis zum 31.12.2018 zu berichten.

Parteienkonsens: Die Brücke muss weg

Anwohnerversammlung unserer Initiative ein großer Erfolg


Ein bemerkenswerter Erfolg war die erste Anwohnerversammlung, zu der die Bürgerinitiative Breitenbachplatz in den Saal der Gemeinde Christi am Breitenbachplatz (am 18. September) eingeladen hatte. Fast 80 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, dazu waren die örtlichen Parteien vertreten. Zunächst erläuterte der Gründer und Leiter der Initiative, Ulrich Rosenbaum, die Positionen und Ziele, die sich die Akteure in den letzten sieben Jahren erarbeitet haben. Dabei geht es zentral um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Platz, der einer besseren Gestaltung bedarf, den zunehmenden Leerstand von Geschäftsräumen, vor allem aber verkehrspolitische Maßnahmen wie Tempo 30 und die Markierung eines Radstreifens, gehört doch der Platz zur Fahrradmagistrale 1 der Senatsplanung. Zielvorstellung der Initiative ist der Abriss der Brücke, die den Platz teilt und in seinem Gesamteindruck zerstört hat.

In der ersten Diskussionsrunde nahmen die Parteienvertreter aus Steglitz-Zehlendorf und Wilmersdorf dazu Stellung. Bernd Steinhoff von den Steglitzer Grünen meinte, die Initiative müsse das Thema Brückenabriss gar nicht so zurückhaltend ansprechen. Zum großen Erstaunen der Anwesenden sprachen sich alle Parteienvertreter ausnahmslos für den Brückenabriss aus. Sabine Lehmann-Brauns, CDU-Bezirksverordnete, wies darauf hin, das schon in den 70er Jahren ihre Partei gegen die Brücke gewesen sei und die Junge Union damals entsprechende Aktionen gestartet habe. Damals übrigens unisono mit den Wilmersdorfer Jusos. Hundertprozentig hinter die Forderungen der Initiative stellte sich auch die FDP, die unter anderem mit dem Abgeordnetenhausmitglied Thomas Seerig vertreten war. Namens der SPD unterstützte der Wilmersdorfer Abgeordnete Florian Dörstelmann auch im Namen seiner südlichen Nachbarkollegen Andreas Kugler und Ina Czyborra deutlich die Forderungen. Die Linke konnte nicht kommen, solidarisierte aber schon vorher mit den Zielen der Initiative.

Netzwerk gegen die „autogerechte Stadt"

Am 3. September hat sich auf Initiative der BI Wilmersdorfer Mitte ein Netzwerk von Bürgerinitiativen in Wilmersdorf, Friedenau und Steglitz gegründet, die sich die Rückbesinnung auf die menschengerechte Stadt  und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf den Plätzen zum Ziel gesetzt gesetzt haben. Sie wollen in Zukunft Erfahrungen austauschen und gemeinsam an die Öffentlichkeit treten. 


- Bürgerinitiative Wilmersdorfer Mitte

- Initiative Bundesplatz

- Bürgerinitiative Friedrich-Wilhelm-Platz

- Initiative Breitenbachplatz


Alle vier Initiativen haben mit Verkehrssituationen zu tun, die im Zuge der „autogerechten Stadt“ entstanden sind. So wurde 

- der südlichste Abschnitt der Uhlandstraße, den es ursprünglich gar nicht gab, quer durch den Stadtpark Wilmersdorf zur Mecklenburgischen Straße geführt, 

- der historische Friedrich-Wilhelm-Platz zu Gunsten einer besonders breiten und geraden Bundesallee durchschnitten und an der Südseite bis knapp ans Kirchenportal beschnitten, 

- der Bundesplatz durch einen heute immer weniger genutzten Tunnel und fehlende Überquerungsmöglichkeiten an der Nordseite verunstaltet und 

Anwohnerversammlung im September

Die ursprünglich für den 19. Juni geplante Anwohnerversammlung haben wir, um sie noch gründlicher vorbereiten zu können, auf den September verschoben.


Der neue Termin ist der 18. September um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Forststraße/Ecke Buggestraße.



Wir holen uns den Platz zurück!

Die Initiative Breitenbachplatz stellt sich mit einem Arbeitsausschuss neu auf und wird mit ihren Forderungen und Ideen in nächster Zeit verstärkt an die Öffentlichkeit treten. In einem zweiseitigen Papier hat das Team seine Vorstellungen niedergelegt. Das Motto: Wir holen uns den Patz zurück!


Hier der Wortlaut.

Verkehrssenatorin sieht Rückbau-Perspektive

Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) hat sich erstmals zum Thema Breitenbachplatz geäußert. Gegenüber den „Leute“-Newsletter des Tagesspiegel, Ausgabe Charlottenburg-Wilmersdorf, stellte ihr Sprecher Matthias Tang klar: „Die Situation am Breitenbachplatz verdient es, dass man sich über einen Rückbau der Brücke Gedanken macht, damit der Platz lebenswerter wird. Der bauliche Zustand der Brücke ist nicht schlecht. Es gibt also keinen akuten technischen Handlungsbedarf, wohl aber einen stadtgestalterischen.“ Die Umgestaltung müsse sich „in die Reihe weiterer wichtiger Projekte einordnen, nicht alles geht auf einmal“.

Ex-Senatsbaudirektor Hans Stimmann reagierte darauf: „Dass ich das noch erleben darf! Als in die Jahre gekommener ehemaliger Juso des Bezirks Wilmersdorf habe ich in der SPD vergeblich versucht, den zwischen 1969 und 1974 gebauten Autobahnabzweig Wilmersdorf, der wegen der U-Bahn am Breitenbachplatz in Hochlage geführt werden musste, zu verhindern. Die SPD hielt mit Bausenator Schwedler an der Spitze die Stadtautobahnverbindung zur Westtangente für einen Fortschritt. Die Grünen gab es damals zwar noch nicht, aber Proteste einer Bürgerinitiative bei der Verkehrsübergabe durch Schwedlers Nachfolger, Bausenator Ristock, sorgten dafür, dass ein Autobahnteilstück zum ersten Mal ohne Autos eingeweiht werden musste. Der Abriss der Hochstraße ist überfällig und ließe den Breitenbachplatz wieder in seiner ganzen Schönheit erlebbar machen – wenn nicht der Denkmalschutz dazwischen kommt. Das wäre doch mal ein Projekt für Rot-Rot-Grün!“

„Schlange“ unter Denkmalschutz: Was bedeutet das?

Die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße steht seit dem 8. Dezember 2017 samt Außenanlagen unter Denkmalschutz. Es gab besorgte Anfragen, ob davon auch ein möglicher Rückbau der Breitenbachplatz-Brücken betroffen wäre. Die Mitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa erwähnt allerdings nur das Gebäude mit der 600 Meter langen Überbauung. Das ist anders als bei der Tiburtiusbrücke, die Teil des geschützten Denkmals Bierpinsel und U-Bahn-Station Schloßstraße ist.

,© Ulrich Rosenbaum 2001-2019